11.11.2010 Berlin Jahrestagung der Monitoring-Stelle

11.11.2010 Berlin Jahrestagung der Monitoring-Stelle

Beitragvon lucie » Mi 27. Okt 2010, 10:19

Der Vorstand ist aktiv vertreten (siehe Programm)

Die Teilnahme wird ausdrücklich gewünscht.



11.11.2010 - 11.11.2010 | Berlin

Jahrestagung der Monitoring-Stelle
Empowerment und Mitbestimmung
Partizipation von Menschen mit Behinderungen in politischen Prozessen
Partizipation, also die Mitbestimmung und soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, ist ein zentrales Anliegen der UN-Behindertenrechtskonvention. Ob Wahlrecht, Mitwirkung an Gesetzgebungsverfahren oder an Verfahren des nationalen Monitorings: Behinderte Menschen sollen in politischen Prozessen gleichberechtigt partizipieren können wie andere Menschen auch. Doch dies ist im Jahr 2010 noch nicht immer selbstverständlich.

Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Menschen mit Behinderungen stärker in politischen Prozessen partizipieren können? Welche Vorgaben macht die UN-Konvention dazu? Welche Verantwortung tragen Staat und Gesellschaft und welche Beispiele für gelingende Partizipation gibt es schon in Deutschland?

Die Jahrestagung der Monitoring-Stelle widmet sich diesen Fragen. In Vorträgen und Diskussionsforen werden gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt und die Bedingungen für ihr Gelingen reflektiert.

Die Tagung richtet sich an ein breites Publikum, insbesondere an Menschen mit Behinderungen sowie Mitarbeitende staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen

Donnerstag, 11. November 2010
11:00 bis 17:30 Uhr
Berlin, Kleist-Haus

Programm:
ab 10:00 Empfang, Registrierung, Kaffee und Gebäck

11:00 Eröffnung und Begrüßung
Dr. Valentin Aichele, LL.M.
Leiter der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention
Tagesmoderation: Gabi Gerwins, Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland, Berlin

Grußwort
Prof. Dr. Beate Rudolf
Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Grußwort
Hubert Hüppe
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

11:20 Eröffnungsvortrag
Partizipation behinderter Menschen: Menschenrechtliche Grundlagen und praktische Voraussetzungen
Stefan Trömel, International Disability Alliance, Madrid

11:50 Kurze Pause

12:00 Podiumsdiskussion: Partizipation von Menschen mit Behinderungen: Aufgabe, Herausforderung
Moderation: Dr. Valentin Aichele

•Andreas Storm, Staatssekretär, Bundesminsterium für Arbeit und Soziales
•Markus Kurth, MdB, Sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN (zugesagt)
•Adolf Bauer, Sprecher des Deutschen Behindertenrats (zugesagt)
•Lydia la Rivière Zijdel, internationale Expertin (angefragt)
Fragen: Wo stehen wir mit der Partizipation von Menschen mit Behinderungen? Was ist gute Partizipation? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, dass mehr behinderte Menschen in politischen Prozessen partizipieren? Welchen Verpflichtungen unterliegt der Staat? Welche Verantwortung trägt die Gesellschaft, insbesondere die zivilgesellschaftlichen Verbände?

13:30 Mittagessen

14:30 Foren 1-3: Praktische Umsetzung von Partizipation in politischen Prozessen: Erfahrungen und gute Praxisbeispiele

Forum 1: Partizipation bei Umsetzungsprozessen

•Matthias Rösch, Referat Gleichstellung und Selbstbestimmung/Barrierefreiheit im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz, Mainz: Erfahrungen in Rheinland-Pfalz
•Rainer Spring, Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen, Gera: Ansatz der Partizipation von Menschen mit Behinderungen in Thüringen
•Rika Esser, Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (gtz), Eschborn: Beispiel aus dem internationalen Bereich
Moderation: Dr. Marianne Hirschberg, Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention

Forum 2: Partizipation im Verfahren der Staatenberichtsprüfung

•Marianne Schulze, Menschenrechtsexpertin, Wien: Parallelberichterstattung im Rahmen der Staatenberichtsprüfung – wie funktioniert das?
•Lucie G. Veith, Verein Intersexuelle Menschen e.V. / XY-Frauen, Hamburg: Erfahrungen mit der eigenen Parallelberichterstattung an den Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention
•Ruth Fricke, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, Herford: Mitwirkung innerhalb der Allianz 2011 zur Berichterstattung an den UN-Sozialpaktausschuss
•Stefan Trömel, International Disability Alliance, Madrid: Unterstützung bei der Parallelberichterstattung durch internationale Verbände
Moderation: Bettina Hildebrand, Deutsches Institut für Menschenrechte

Forum 3: Demokratische Willensbildung

•Thomas Geißler, Gehörlosenverband Berlin: Ausübung des aktiven Wahlrechts: die Perspektiven behinderter Menschen
•Rebecca Maskos, Projekt Mensch zuerst, Berlin: Empowerment von Frauen mit Lernschwierigkeiten
•Matthias Vernaldi, Landesbehindertenbeirat Berlin: Kommunale Partizipation: Gute Beispiele aus der Berliner Praxis
Moderation: Dr. Leander Palleit, Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention

16:30 Kaffeepause

17:00 Abschlussgespräch im Plenum: Was ist gute Partizipation? Kriterien und Voraussetzungen

Moderation: Dr. Marianne Hirschberg, Dr. Leander Palleit, Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention

17:30 Ende/Verabschiedung


Veranstaltungsort
Kleist-Haus
Mauerstraße 53
10117 Berlin

Hinweis:

Der Veranstaltungsräume sind barrierefrei zugänglich.
Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache übersetzt und per Live-Stream auf dieser Website übertragen.
Angemessene Vorkehrungen bieten wir auf Anfrage gerne an.

Diskussionsforen (14:30-16:30 Uhr):
Forum 1: Partizipation bei Umsetzungsprozessen

Erfahrungen in Rheinland-Pfalz
Matthias Rösch, Referat Gleichstellung und Selbstbestimmung/
Barrierefreiheit im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und
Frauen Rheinland-Pfalz, Mainz
Ansatz der Partizipation von Menschen mit Behinderungen in Thüringen
Rainer Spring, Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen, Gera
Beispiel aus dem internationalen Bereich
Rika Esser, Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), Eschborn

Moderation: Dr. Marianne Hirschberg, Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention

Forum 2: Partizipation im Verfahren der Staatenberichtsprüfung

Parallelberichterstattung im Rahmen der Staatenberichtsprüfung – wie funktioniert das?
Marianne Schulze, Menschenrechtsexpertin, Wien
Erfahrungen mit der eigenen Parallelberichterstattung an den Ausschuss der UN-Frauenrechtskonvention
Lucie G. Veith, Verein Intersexuelle Menschen e. V./ XY-Frauen, Hamburg
Erfahrungen mit der Mitwirkung in der Allianz 2011 zur Berichterstattung
an den UN-Sozialpaktausschuss
Ruth Fricke, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener, Bochum (angefragt)
Unterstützung bei der Parallelberichterstattung durch internationale Verbände
Stefan Trömel, International Disability Alliance, Madrid

Moderation: Bettina Hildebrand, Deutsches Institut für Menschenrechte

Forum 2 wird per Live-Stream auf dieser Website übertragen und ist anschließend in unserer Audio-Videobar abrufbar.

Forum 3: Demokratische Willensbildung

Ausübung des aktiven Wahlrechts: Perspektiven behinderter Menschen
Thomas Geißler, Gehörlosenverband Berlin
Empowerment von Frauen mit Lernschwierigkeiten
Rebecca Maskos, Projekt Mensch zuerst, Berlin
Kommunale Partizipation: Gute Beispiele aus der Berliner Praxis
Matthias Vernaldi, Landesbehindertenbeirat Berlin

Moderation: Dr. Leander Palleit, Monitoring-Stelle zur
UN-Behindertenrechtskonvention

Einladung zur Jahrestagung als PDF (755 KB, nicht barrierefrei)

Anmeldung:
Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular

Kontakt:
Deutsches Institut für Menschenrechte
- Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention
Ute Sonnenberg
Tel.: 030 25 93 59 - 453
Fax: 030 25 93 59 - 459
E-Mail: sonnenberg@institut-fuer-menschenrechte.de

Anfahrtsbeschreibung mit Hinweisen zur Barrierefreiheit:
Kleist-Haus
Mauerstraße 53
10117 Berlin

Hinweis: Die Mauerstraße ist zwischen Leipziger Straße und Mohrenstraße durch die Glinkastraße unterbrochen, sie ist zweigeteilt. Für den Fall, dass Sie vom Checkpoint Charlie kommend in die Mauerstraße (südlicher Teil) einbiegen, gehen Sie nach dem Überqueren der Leipziger Straße in direkter Linie für ca. 150m auf der Glinkastraße weiter, bis Sie am U-Bahnhof Mohrenstraße nach links wieder in die Mauerstraße (nördlicher Teil) einbiegen können.

Öffentlicher Personennahverkehr
U-Bahn
Linie U 2
bis Haltestelle Mohrenstraße (nicht barrierefrei; ca. 50 m bis Kleisthaus)

Linie U 2, U 6
bis Haltestelle Stadtmitte (rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 250 m bis Kleisthaus)

U 55
bis Station Brandenburger Tor (rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 500 m bis Kleisthaus)

S-Bahn
Linien S 1, S 2, S 25 bis S-Bahnhof Brandenburger Tor (ehemals Unter den Linden), rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 500m bis Kleisthaus)
oder Potsdamer Platz (rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 900m bis Kleisthaus)

Deutsche Bahn
Station Berlin-Hauptbahnhof
dann weiter mit der U 55 bis Haltestelle Brandenburger Tor (ehemals Unter den Linden), rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 500m bis Kleisthaus)

Flugzeug
von Flughafen Tegel
weiter mit dem Bus TXL (rollstuhlgerechter Einstieg)
bis Haltestelle S-Bahnhof Brandeburger Tor (ehemals Unter den Linden) (ca. 500 m bis Kleisthaus)

von Flughafen Schönefeld
weiter mit der Regionalbahn oder mit der S-Bahn Linie 9
bis Haltestelle S-Bahnhof Friedrichstraße (rollstuhlgerecht, Aufzug)
weiter mit Linie U 6 bis Haltestelle Stadtmitte (rollstuhlgerecht, Aufzug; ca. 250 m bis Kleisthaus)

Parkplätze
Es gibt einige Parkplätze vor dem Haus und in der näheren Umgebung. Diese sind kostenpflichtig.
Außerdem gibt es vier kostenlose Behindertenparkplätze direkt vor dem Kleisthaus.

Beschreibung des Fußwegs ab U-Bahnhof Mohrenstraße speziell für blinde und sehbehinderte Personen:
Den Ausgang in östlicher Richtung nehmen (aus Richtung Zoologischer Garten / Potsdamer Platz vorne, aus Richtung Alexanderplatz / Stadtmitte hinten). Sie stehen nun auf einer Mittelinsel auf der Mohrenstraße. Nach links wenden (90°) und die Mohrenstraße überqueren, noch einmal links wenden und wenige Meter bis Ecke Mohrenstraße / Mauerstraße gehen, dann rechts in die Mauerstraße einbiegen. Nach dem Ende der Absperrung die Mauerstraße überqueren. Sie befinden sich jetzt vor einem würfelförmigen Neubau mit Arkaden: die Vertretung des Landes Thüringen. Nach rechts wenden; das nächste Gebäude nach den Arkaden ist das Kleisthaus. Zum Einlass bitte klingeln (links von der Tür), dann beim Pförtner anmelden.
Jeder Mensch bildet seine eigene Identität, die kann auch außerhalb bekannter Zweigeschlechterkonstrukte liegen.
lucie
 
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Registriert: Sa 5. Jun 2010, 11:29
Wohnort: Neu Wulmstorf

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